Mit dem 2:1(2:1)-Sieg in Hamburg rücken die Hoffenheimer zumindest vorübergehend auf Platz vier und machen so die Tür in Richtung Champions League Qualifikation einen Spalt weiter auf.
Wie schwer es es sein kann, einen Sieg aus dem Hamburger Volksparkstadion mitzunehmen, bekamen die Hoffenheimer zu spüren. Die abstiegsbedrohten Hamburger machten es dem Champions-League-Anwärter nicht leicht. Nach der Führung durch Asllani (19.), glich Glatzel (34.) per Elfmeter aus, bevor Lemperle (44.) kurz vor Pausen-Pfiff für die erneute Gäste-Führung und den Endstand sorgte.
31. Spieltag
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Erste Chance, erstes Tor
Dass beide Teams eher formschwache Wochen hinter sich haben, davon war zu Beginn der Partie wenig zu spüren. Die Gäste aus Hoffenheim starteten aggressiv in die Partie, wollten das Spiel, an sich reißen. Das gelang aber nicht so richtig. Die ersten vielversprechenden Aktionen vorm Tor gehörten nicht dem Tabellensechsten, sondern den Hausherren, insbesondere Bakery Jatta und Ransford Königsdörffer.
Umso bitterer aus Hamburger Sicht, dass Fisnik Asllani die erste wirkliche Torchance der TSG direkt verwandeln konnte. Coufal rettete zunächst den Ball vor dem Aus und gibt dann die Flanke ins Zentrum, wo Asllani (19.) vollkommen frei aus knapp sechs Metern zum Schuss kommt. Keine Chance für HSV-Keeper Heuer Fernandes.
Ausgleich per Elfmeter
Die Antwort des HSV kam zwölf Minuten später: Ozan Kabak mit dem zu kurzen Rückpass zu Baumann, den sich Robert Glatzel griff und alleine aufs Hoffenheimer Tor zulief. Glatzel legte sich den Ball an Baumann vorbei, kam aber zu Fall, weil ihn der Hoffenheim-Keeper in seiner Abwehr-Aktion zu Fall brachte. Elfmeter für Hamburg, den Glatzel selbst übernahm und souverän halbrechts unten verwandelte.
Dass das Unentschieden länger als nur eine Minute hielt, hatte der Gastgeber seinem Torhüter zu verdanken. Touré gab den Ball von links ins Zentrum, wo Kabak wohl seinen Abwehrschnitzer schnell wieder wett machen wollte, hochstieg und zu einem scharfen Kopfball ansetzte. Heuer Fernandes im Tor der Hamburger musste sich richtig strecken, um den Ball zu parieren.
Hoffenheim mit 2:1-Führung in die Pause
Die erste Halbzeit eine sehenswerte und weitgehend ausgeglichene Partie. Dass der Tabellenviertzehnte das Remis nicht mit in die Halbzeit nehmen konnte, hatten sie – wie schon beim ersten TSV-Führungstreffer – Ungenauigkeiten in der Abwehr zu verdanken.
Kurz vor der Pause reihten sich mehrere Kopfball-Duelle im HSV-Sechzehner aneinander, die die Defensive nicht richtig geklärt bekam. Hajdari fand Lemperle (44.) am rechten Pfosten, der den Ball an Heuer Fernandes vorbei über die Linie drückte. Mit 2:1 für die Ilzer-Elf ging es in die Halbzeit.
Tim Lemperle bejubelt seinen Treffer mit Fisnik Asllani
Torchancen bleiben ungenutzt
Die Teams machten in der zweiten Hälfte da weiter, wo sie in der ersten aufgehört hatten. In der 52. Minute brachte Hajdari den Ball in die Mitte durch, wo Asllani unter Bedrängnis aber nicht zum Abschluss kam. Auf der Gegenseite vereitelte die Hoffenheimer Defensive Versuche von Vieira und Königsdörffer. Um dem Ausgleich aber wirklich nahe zu kommen, fehlte es den Hamburgern an Durschlagskraft und etwas Glück.
Auch in der 74. Minute, als der HSV die wohl größte Chance auf den Ausgleich ungenutzt ließ. Nach einer kurz ausgeführten Ecke von Gröndahl, spielte Vieira die Flanke auf Jatta , der vollkommen frei den Kopfball über das Tor setzte.
In der Folge begann das Team aus Sinsheim den Ball mehr in den eigenen Reihen zu halten und weniger aggressiv nach vorne zu spielen. Führung halten, Ergebnis verwalten – so die Devise der Gäste, die am Ende mit allen Kräften gegen die hartumkämpften Aktionen der Hamburger gegenhalten mussten.
HSV in Frankfurt, Hoffenheim gegen Stuttgart
Mit dem 2:1 (2:1)-Sieg hält die TSV Hoffenheim den Traum von der Champions League am Leben. Der Dreier lässt die Kraichgauer zumindest vorübergehend auf Rang vier springen, anstatt sich zu sorgen, in die Plätze durchgereicht zu werden, die “nur” für die Conference League qualifizieren. Der HSV hingegen kann sich im Abstiegskampf noch nicht entspannen. Fünf Punkte Vorsprung haben sie aktuell auf St. Pauli, die den Relegationsplatz belegen.
Der HSV ist am Samstagnachmittag bei Eintracht Frankfurt zu Gast (15.30 Uhr). Hoffenheim empfängt am Samstagnachmittag den VfB Stuttgart (15.30 Uhr).
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Quelle:
www.sportschau.de



