Der THW Kiel ist am Samstagabend gegen den SC DHfK Leipzig nicht über ein 28:28 (14:13) hinausgekommen. Das Remis gegen das Kellerkind ist Beleg für eine weiter schwierige Saison des Rekordmeisters.
Gleich zwei rauschende Siege hatte der THW im März gegen den großen Rivalen aus Flensburg gefeiert. Erst in der European League, dann auch noch in der Bundesliga. Aber wer gehofft hatte, dies könnte der Startschuss zu einem rasanten Endspurt sein, sieht sich getäuscht. Seitdem gab es in der Liga eine Niederlage, einen Sieg und nun schon das zweite Remis – und das gegen den Tabellenletzten.
Auch wenn die Mannschaft von Trainer Filip Jicha von Verletzungen gebeutelt ist – sie läuft den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Mit Platz fünf in der Tabelle ist an der Förde niemand zufrieden.
Vier-Tore-Führung gibt Kiel keine Sicherheit
Dabei waren die Kieler gegen Leipzig eigentlich von Beginn an gut drin gewesen in der Partie. Lukas Zerbe verwandelte in der zweiten Minute einen Siebenmeter zum 2:0. Schon drei Minuten später erhöhte Nikola Bilyk auf 4:1. In der neunten war Harald Reinkind mit dem 6:2 erfolgreich.
Tore für Kiel: Bilyk 6, Reinkind 5, M. Landin 4, Laube 4, Duvnjak 3, Zerbe 3/2, Pekeler 2, Ankermann 1Tore für Leipzig: Peter 8, Binder 4, Semper 4, Rogan 3, Bogojevic 2, Bombac 2, Preuss 2, Hinriksson 1/1, Klima 1, Krzikalla 1/1Zuschauer: 9.991Strafminuten: 2 / 2
Doch der THW – ihm geht in dieser Saison zu oft die Konstanz ab. Tor um Tor kamen die Sachsen wieder heran. In der 19. Minute war es dann soweit, Franz Semper glich zum 8:8 aus (23.). Für den Ex-Flensburger sicher eine besondere Freude. Auch der ehemalige Kieler Tomas Mrkva im Tor des SC konnte sich einige Male auszeichnen und hatte zwischenzeitlich mit sechs Paraden doppelt so viele wie sein Gegenüber Andreas Wolff auf dem Konto.
Mit einem Angriff hätte Leipzig sogar schon vor der Pause in Führung gehen können. Soweit kam es dann aber nicht – Matej Klima leistete sich einen technischen Fehler (24.). Der THW hätte zwei Minuten später schon wieder auf drei Tore erhöhen können, doch leistete sich ebenfalls einen Ballverlust. Und so war der Pausenstand mit 14:13 denkbar knapp.
Spannung bis nach der Schlusssirene
Das Spiel blieb auch nach dem Seitenwechsel fehlerhaft. Immer wieder schienen sich die Kieler abzusetzen, so auch in der 46. Minute. Doch beim Stand von 22:20 ließ Reinkind wieder eine Chance liegen. Eine Zeigerumdrehung später glich Dean Bombač erneut für Leipzig aus. Auf Seiten der Gastgeber war nun Gonzalo Perez de Vargas, der Wolff ersetzte, zwischen den Pfosten gefragt.
Doch auch der Spanier konnte nicht verhindern, dass die Gäste in der 54. Minute durch Bombac zum ersten Mal in Führung gingen (25:24). Es blieb spannend bis zum Schluss. Kieler holte sich eine halbe Minute vor dem Ende durch Reinkind die Führung zurück. Kurz vor Ultimo gab es dann wieder den Ausgleich – der bis nach der Schlusssirene wackelte. Es gab nach Videobeweis noch mal Freiwurf für den THW. Aber Bilyk konnte die Extra-Chance nicht nutzen.
Quelle:
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