Nach einem Blitz-Rückstand kommt die SV Elversberg in der 2. Fußball-Bundesliga bei Darmstadt 98 zurück, dreht das Spiel – und gibt die Führung in Überzahl doch noch her. Das 3:3 (2:3) am 31. Spieltag hilft keinem der beiden Teams im Aufstiegsrennen wirklich weiter.
In einer verrückten ersten Halbzeit kamen erst die Schnellstarter von Darmstadt 98 in Fahrt: Innerhalb von nur 58 Sekunden stellten Patric Pfeiffer (14. Minute) und Fraser Hornby (15.) auf 2:0 für die Gastgeber. Doch Elversberg bewahrte die Ruhe und drehte die Partie noch vor der Pause durch Tom Zimmerschied (26.), Maximilian Rohr (34.) und Lukas Petkov (45.+4). Vor dem dritten Treffer hatte Darmstadts Pfeiffer wegen einer vermeintlichen Notbremse die Rote Karte gesehen (44.).
Der Live-Ticker zum Nachlesen
Pfeil rechts
31. Spieltag
Pfeil rechts
Aber Darmstadt rappelte sich noch einmal auf, schaffte in Unterzahl durch Hornby (51.) immerhin noch den Ausgleich. Nach jetzt nur drei Punkten aus den jüngsten sechs sieglosen Spielen sieht es für die Hessen allerdings in puncto Aufstieg nicht gut aus. Als Fünfter mit sechs Zählern Rückstand auf Platz drei muss für 98 schon viel zusammen kommen, um noch oben anzugreifen. Elversberg ist mit 56 Punkten als Vierter nur einen Punkt hinter den Top Drei.
Zwei Darmstadt-Tore in 58 Sekunden
Dabei hatte alles für die “Lilien” so gut angefangen. Im Anschluss an einen Eckball verlängerte der aufgerückte Pfeiffer einen Schuss mit der Hacke zum 1:0 ins lange Eck. 98-Trainer Florian Kohfeldt und die Fans hatten sich noch nicht beruhigt, da stand es schon 2:0. Im Aufbau nach dem Anstoß spielte Elversbergs Zimmerschied einen katastrophalen Fehlpass in Hornbys Füße und der bedankte sich mit einem Schuss ins Tor.
Besser hätte es für Darmstadt nicht laufen können – viel schlechter danach aber auch nicht. Elversberg kam ab der 20. Minute immer besser ins Spiel, hatte die klarere Struktur und die größere Ruhe am Ball. David Mokwa (24.) setzte nach einer Flanke von links die erste Chance per Kopf noch daneben.
Zimmerschied gleicht seinen “Bock” aus
Kurz darauf klappte es für die SVE besser: Zimmerschied bekam den Ball nach einem Durcheinander im Strafraum auf den Fuß und schoss überlegt aus elf Metern unten links zum 1:2 ein. Die Gäste aus dem Saarland diktierten jetzt klar das Geschehen und belohnten sich schnell mit dem zweiten Treffer.
Rohr packte aus über 25 Metern von halblinks den Hammer aus. Der Schuss mit 126 km/h war zwar nicht platziert, schien 98-Schlussman Marcel Schuhen aber zu überraschen und schlug flach zum 2:2 im Tor ein. Immanuel Pherai (39.) vergab kurz darauf den dritten Treffer. Doch den holte sich Elversberg noch vor der Pause – wenn auch doppelt glücklich.
Maximilian Rohr (l.) traf mit einem statten Distanzschuss für die SV Elversberg.
Elversberg dreht Partie kurz vor der Pause
Zunächst wertete Schiedsrichter Richard Hempel ein Einsteigen von Pfeiffer gegen Mokwa kurz vor dem Strafraum als Notbremse und schickte den Darmstädter mit glatt Rot vom Platz. Beim folgenden Freistoß fälschte der gerade als Ergänzung für die Abwehr eingewechselte Aleksandar Vukotic Petkovs Freistoß in der Mauer zum 2:3 ins Tor ab.
“Das war’s dann wohl”, werden sich viele Darmstädter in der Pause gedacht haben. Aber es kam anders. 98 kam zu Zehnt mit mehr Schwung aufs Feld zurück als in der gesamten ersten Halbzeit. Auf einmal wirkte Elversberg wie gelähmt, verteidigte zu passiv. Und das nutzten die “Lilien” eiskalt.
Hornby bringt Darmstadt zurück ins Spiel
Isac Lidberg setzte sich bei einem langen Ball in die Spitze über halblinks gegen zwei Gegenspieler durch, legte den Ball klug in die Mitte und dort konnte Hornby mutterseelenallein zu seinem zweiten Treffer des Abends und dem 3:3 einschießen. Darmstadt hatte wieder Hoffnung.
Nach knapp einer Stunde aber der nächste Nackenschlag: Doppeltorschütze Hornby musste mit einer Verletzung am Oberschenkel raus. Beide Teams wechselten in der Schlussphase noch offensiv, um die drei Punkte vielleicht doch noch mitzunehmen. Marco Richter (87.) säbelte einen Freistoß am Elversberger Tor vorbei. Kurz darauf wischte SVE-Keeper Nicolas Kristof noch einen Aufsetzer aus der Gefahrenzone (88.).
In der Nachspielzeit produzierte auch Elversberg zwei Aufreger vor dem gegnerischen Tor. Doch letztlich gelang keinem der entscheidende Treffer für mehr Aufstiegshoffnung.
Darmstadt in Karlsruhe, Elversberg gegen Paderborn
Am 32. Spieltag ist Darmstadt 98 am Sonntagmittag (03.05.2026, 13.30 Uhr) beim Karlsruher SC zu Gast (13.30 Uhr). Elversberg trifft ebenfalls am Sonntagmittag zu Hause mit dem SC Paderborn den nächsten direkten Konkurrenten um einen Aufstiegsplatz.
SV Darmstadt 98 für Ihren Kalender
Pfeil rechts
SV Elversberg für Ihren Kalender
Pfeil rechts
Quelle:
www.sportschau.de



