Das chinesische Robotikunternehmen Unitree Robotics hat seinen humanoiden Roboter G1 auf Rollen gestellt. Der Roboter kombiniert damit die Fortbewegung auf Beinen mit der auf Rollen. Auf geeigneten glatten Untergründen kann der Roboter sich so schneller fortbewegen, behält aber die Möglichkeit, auch in schwierigerem Gelände voranzukommen und etwa Treppen zu steigen. Auch auf Schlittschuhen macht der Roboter eine gute Figur.
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Unitree hat seinem humanoiden G1-Roboter testweise jeweils ein Rad statt Füßen an die Beine gezimmert. Der Roboter kann sich so schneller fortbewegen als nur auf Beinen. Genaue Angaben zu der Höchstgeschwindigkeit auf Rollen macht Unitree allerdings nicht. Ziel dürfte es sein, zu testen, inwieweit die Kombination aus Rollen und Beinen geeignet ist, je nach Untergrund die schnellste und effektivste Fortbewegungsmöglichkeit wählen zu können. Denn auf Rädern geht es nicht nur schneller, sondern auch deutlich energiesparender vorwärts als beim Laufen.
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Der G1-Roboter ist auf Rädern sehr agil unterwegs. In einem Video vollführt er dynamische Bewegungen, wechselt dabei zwischen Fahren und Gehen, führt 360-Grad-Bewegungen, einbeinige Pirouetten und Vorwärtssaltos aus. Durch die „Embodied Intelligence“ (verkörperte Intelligenz) schafft er die Bewegungen so zu koordinieren, dass er das Gleichgewicht auch bei unterschiedlichen Bewegungskombinationen halten kann. Allerdings hier noch einmal der Hinweis, dass es sich um ein Demonstrationsvideo handelt. Unklar ist, wie oft etwa eine Bewegungssequenz wiederholt werden musste, bis sie perfekt aufgenommen werden konnte.
Unitree hat seinen G1-Roboter zusätzlich auf Rollerblades und Schlittschuhe gestellt. Seine Füße behält er in diesen Fällen bei. Die Bewegungen fallen dabei wie bei Menschen aus, die diese Sportarten ausüben. Auch diese Bewegungen wurden ihm durch Reinforcement Learning (RL) antrainiert.
G1-D für die Arbeit
Unitree hat mit dem G1-D bereits einen teilhumanoiden Roboter im Programm, der sich auf Rollen fortbewegt. Allerdings besitzt er keine Beine, sondern einen differenzialbetriebenen Radfahrwerksuntersatz, auf dem ein humanoider Körper mit Armen montiert ist. Er erreicht Fahrgeschwindigkeiten bis zu 1,5 m/s, ist 1,68 m groß und wiegt rund 80 kg. Es gibt auch noch eine kleinere stationäre Variante. Unitree gibt als Verwendungszweck für den G1-D das Sammeln von Daten und Training an.
Prinzipiell dürfte er für den Einsatz in Fabriken geeignet sein, indem er mit seinen beweglichen Armen mit je sieben Freiheitsgraden, Greifern oder humanoiden Händen Arbeiten ausführt. Insgesamt verfügt er über 19 Freiheitsgrade. Darunter befindet sich ein flexibles Hüftgelenk, sodass ein vertikaler Arbeitsbereich von etwa 2 m erzielt wird. Im Logistik- und möglicherweise auch im Montagebereich kann er im Gegensatz zu der stationären Variante auf Rollen flexibel mobil und an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden.
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(olb)
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Quelle:
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