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SportWas dem SC Freiburg Zuversicht fürs Rückspiel gibt

Was dem SC Freiburg Zuversicht fürs Rückspiel gibt

Stand: 01.05.2026 • 11:19 Uhr

Die knappe Niederlage bei Sporting Braga im ersten Halbfinale der Europa League hat den SC Freiburg nicht lange beschäftigt. Denn der Sport-Club spricht aus Erfahrung.

“Das war ein harter Nackenschlag”, sagte Philipp Treu nach der 1:2-Niederlage des SC Freiburg im Halbfinal-Hinspiel der Europa League bei Sporting Braga. “Der tut auch extrem weh.” Denn der entscheidende Gegentreffer fiel erst in der Nachspielzeit. “Bei mir ist in gewisser Weise Wut im Bauch”, sagte der 25-Jährige im Interview mit SWR Sport. Doch schon wenige Minuten nach Abpfiff mischte er in seinen Ärger schon wieder Zuversicht: “Ich glaube, das hatte ich auch nach dem Genk-Spiel. Und wir wissen alle, was dann im Rückspiel passiert ist.” Mit 5:1 hatte der SC Freiburg die Belgier aus dem Stadion gefegt, “und das gilt es jetzt mitzunehmen”.

SC Freiburg mit Erfahrung und Zuversicht

Julian Schuster hat die Worte wohlwollend registriert: “Die Reaktion, die ich draußen mitbekommen habe, ist für mich wieder auch exemplarisch: Diese Mischung aus Ärger über den späten Gegentreffer und Fokus”, sagte der Trainer. Denn seine Spieler wollten sich nicht lange mit dem Rückschlag beschäftigen und sich lieber auf der Rückspiel konzentrieren. “Wir haben es oft geschafft, aus Niederlagen die richtigen Schlüsse zu ziehen, den Glauben aufrecht zu halten und mit unseren Qualitäten vor allem auch zu Hause nochmal eins draufzulegen.”

SC Freiburg will eigene Schwächen analysieren

Bei aller Zuversicht müssen jedoch auch ein paar Fakten diskutiert werden. Dabei geht es nicht nur um “die ersten zehn Minuten und die letzten zehn Minuten” mit denen Treu “nicht so einverstanden war”. “Ja, das Spiel wird auf jeden Fall noch mal analysiert werden”, sagte Treu. Dabei muss es auch darum gehen, dass sich der Sport-Club in der Schlussphase von einem einfachen Chipball überrumepln lässt, dass Atubolu Vitor Carvalhos sehr zentralen Schuss genau vor die Füße von Mario Dorgeles abwehrt und dann niemand da ist, um den Ivorer am Siegtreffer zu hindern. “Das ist so unnötig, unfassbar”, sagte Atubolu bei RTL.

Mittelfeld-Stratege Maximilian Eggestein nahm seinen Keeper hingegen in Schutz: “Atu kann den ersten ja sogar noch halten und dass der Abpraller dann noch reingeht – ja…” Julian Schuster sind da auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf: “Den Anspruch muss man eben an uns auch haben, dass wir nicht nur bei dem letzten Tor, sondern auch beim ersten Tor definitiv besser verteidigen können”, monierte Schuster. Die Ausgangslage für das Wiedersehen am Donnerstag (21 Uhr live im Audiostream auf SWR Sport) hat sich dadurch verschlechtert. Dennoch lebt der Traum vom Finale in Istanbul am 20. Mai. Dort könnten die Breisgauer auf Nottingham Forest oder Aston Villa (Hinspiel 1:0) treffen.

SC Freiburg freut sich schon auf das Rückspiel

Dazu gehört aber auch, dass Vincenzo Grifo das frühe Tor von Demir EgeTiknaz (8.) genauso schnell ausgleichen kann (16.) und dann Atubolu kurz vor der Pause einen Elfmeter von Rodrigo Zalazar “natürlich super” (Eggestein) pariert. Darum sagte Atubolu auch zu Recht: “Nichts ist vorbei.” Denn “du musst nur ein Tor schießen, dann bist schon wieder drin im Spiel”, freute sich Freiburgs Stürmer Igor Matanovic, “und dann kann es schon sehr, sehr unangenehm werden mit unseren Fans in unserem Stadion und ich bin schon sehr, sehr heiß, muss ich sagen.”

Schließlich hat er mit Braga auch noch eine kleine Rechnung offen: “Ich habe auf die Tribüne geschaut zu den Braga-Fans, die da gegen uns gegenüber schon sehr, sehr hochmütig waren. Und ich freue mich schon auf das Rückspiel. Wirklich.”


Quelle:

www.sportschau.de