Werbungspot_imgspot_img
LebensstilMet Gala 2026: Das bedeutet der Dresscode „Fashion Is Art“

Met Gala 2026: Das bedeutet der Dresscode „Fashion Is Art“

Im Mittelpunkt der Met Gala 2026 steht die Beziehung zwischen Mode und Kunst.

Am 4. Mai findet in New York die Met Gala 2026 statt, einer der wichtigsten Termine im internationalen Modekalender. Der Benefizabend zugunsten des Costume Institute des Metropolitan Museum of Art steht den Oscars, zumindest was die Outfits auf dem roten Teppich betrifft, in nichts nach. Nicht umsonst wird sie auch als der „Oscar der Mode” bezeichnet. An diesem Abend wird traditionell die jährliche Frühjahrsausstellung des Instituts eröffnet, deren Thema sich auch auf dem roten Teppich widerspiegelt.

Die Ausstellung mit dem Titel „Costume Art” widmet sich der Frage, wann Kleidung über Funktion und Stil hinaus zur Kunst wird – und wie sich diese Grenzziehung historisch und ästhetisch verändert hat. Gezeigt werden Arbeiten, die sich zwischen Couture, Performance, Skulptur und Konzeptkunst bewegen. Mit dem Thema „Costume Art” knüpft das Museum an eine längere Debatte an. Ist Mode angewandtes Design oder autonome Kunst?

Der Dresscode „Fashion Is Art“ lässt jede Menge Freiraum für Interpretationen

Auch bei früheren Ausgaben der Met Gala stand der Körper als Träger kultureller Botschaften im Mittelpunkt. „Heavenly Bodies: Fashion and the Catholic Imagination” aus dem Jahr 2018 verband religiöse Symbolik mit opulenter Couture. Besondere Aufmerksamkeit erregte Rihanna, die in einer von Papstkleidung inspirierten Robe erschien und damit einen der unvergesslichsten Momente des Abends schuf.

Bei der Met-Gala 2019 standen mit „Camp: Notes on Fashion” Ironie, Überzeichnung und bewusste Künstlichkeit im Zentrum. Der Begriff geht auf die Schriftstellerin Susan Sontag zurück, die Camp in ihrem 1964 erschienenen Essay als ästhetische, nicht ausdrücklich politische Haltung beschrieb. Die Inszenierungen auf dem roten Teppich machten jedoch deutlich, wie stark Fragen von Identität, Geschlecht und gesellschaftlicher Norm in solchen Stilentscheidungen eine Rolle spielen.

Anders als bei thematisch enger gefassten Mottos eröffnet der Rahmen des diesjährigen Dresscodes „Fashion Is Art” große Freiheit – mit dem Risiko, dass Mode zu Kostüm und das Event zum Spektakel wird.

Was bedeutet der Met-Gala-Dresscode für die Männermode?

Während Red-Carpet-Momente traditionell von spektakulären Roben geprägt sind, eröffnet ein kunstbezogener Ansatz Möglichkeiten für experimentelle Formen jenseits der klassischen Abendgarderobe. In den vergangenen Jahren haben zunehmend auch männliche und nichtbinäre Gäste mit Silhouetten, Materialien und Inszenierungen experimentiert, um traditionelle Dresscodes zu hinterfragen.


Quelle:

www.gq-magazin.de