Die Academics Heidelberg haben den MBC Weißenfels besiegt und können weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Nun kommt es zum Showdown gegen Jena.
In einem teilweise völlig chaotischen Spiel hatten die Academics Heidelberg das bessere Ende für sich. Michael Weathers verwandelte die entscheidenden Freiwürfe zum 80:75-Sieg gegen den MBC Weißenfels.
Die sportliche Ausgangslage war klar: Heidelberg muss die noch ausstehenden Spiele allesamt gewinnen – am kommenden Donnerstag in Jena (7.5.2026) sogar mit mindestens fünf Punkten Unterschied, um nach dem 83:87 im Hinspiel den direkten Vergleich zu gewinnen. Der Mitteldeutsche Basketball-Club aus Weißenfels hat seine große Krise in dieser Saison bereits überwunden und kämpfte mit dem neuen Trainer Milenko Bogicevic mittlerweile sogar um einen Platz in den Play-Ins.
Heidelberg kämpft sich ins Spiel
Heidelberg startete energetisch, hatte jedoch Mühe, diese Wucht auch in Punkte umzumünzen, da es häufig an Präzision fehlte. Exemplarisch die Szene als Niklas Würzner den Korbleger nicht nach dem ersten, nicht nach dem zweiten sondern erst nach dem dritten Offensiv-Rebound zu punkten nutzte. Doch Heidelberg fand Stück für Stück besser ins Spiel. Nach dem Dreier von Mateo Šerić zum 9:2 nahm Weißenfels’ Chefcoach die erste Auszeit. Dadurch verloren die Academics ein wenig den Rhythmus und ließen den MBC zum Ende des ersten Viertels auf 20:16 herankommen.
Im zweiten Drittel dauerte es etwas, bis die Heidelberger zurück ins Spiel fanden. Vor allem in der Defensive gelang es den Kurpfälzern zu selten, sich den nötigen Platz für eigene Rebounds zu erkämpfen. Zwar konnten sie die knappe Führung stets behaupten, doch es dauerte, bis sich das Team von Trainer Carlo Finetti erneut absetzen konnte. Šerić erhöhte auf eine Acht-Punkte-Führung (33:25). Doch nach einer wilden Schlussphase mit vielen chaotischen Pässen und Ballverlusten auf beiden Seiten stand es zur Pause 41:34.
Heidelberg stolpert aber fällt nicht
Im dritten Viertel brauchten die Heidelberger erneut einige Minuten, um zurück ins Spiel zu kommen. Zwischenzeitlich mussten sie sogar den Ausgleich zum 43:43 hinnehmen. Doch Osun Osunniyi holte die Führung mit zwei Dreiern zweimal zurück. So ging Heidelberg mit einer knappen 58:57-Führung in den Schlussabschnitt.
Den begann der MBC mit einem schnellen Dreier von Spencer Reaves, den Michael Weathers mit einem spektakulären Dunking konterte. Es blieb ein enges Spiel, in dem beide Teams mehr und mehr abbauten. Die Folge waren teilweise haarsträubende Fehlpässe und völlig konfuse Ballverluste. Doch Heidelberg konnte die Führung behaupten, sich in der entscheidenden Phase sogar noch etwas absetzen und den verdienten Sieg über die Zeit bringen. Weißenfels hat damit die letzten Chance auf die Play-Ins verspielt. Für Heidelberg kommt es am Donnerstag zum Showdown gegen Science City Jena, die aktuell noch mit vier Punkten Vorsprung auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen.
Quelle:
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