Die Feierlichkeiten rund um den Gewinn des zwölften DEL-Titels haben gerade erst begonnen, schon müssen die Eisbären Berlin zwei Abschiede verkraften. Meistertrainer Serge Aubin zieht es in Richtung Schweiz, Nationalspieler Marcel Noebels steht vor einem Wechsel nach Köln.
Meistertrainer Serge Aubin verlässt Eisbären
Nach fünf DEL-Titeln mit den Eisbären zieht es ihn in die Schweiz
Auch Nationalspieler Marcel Noebels wird wechseln
Einen Tag nach der Titelverteidigung in der DEL haben die Eisbären Berlin den Abgang ihres Meistertrainers Serge Aubin verkündet. Der Kanadier, der die Berliner zu fünf Meisterschaften in den letzten sechs Jahren führte, wird neuer Cheftrainer des SC Bern in der Schweizer National League.
“Nach all den erfolgreichen Jahren hatte ich das Gefühl, eine neue Herausforderung annehmen zu wollen. Daher habe ich mich zu diesem Schritt entschieden”, wird der 51-Jährige in der Vereinsmitteilung zitiert.
Seit 2019 stand Aubin in 420 DEL-Partien als Head Coach des Hauptstadtklubs hinter Bande, von denen die Eisbären 265 Spiele gewannen. 2022 wurde er als DEL-Trainer des Jahres ausgezeichnet. “Es war ein Segen für mich, mit dieser Truppe zusammen zu sein”, sagte der Kanadier am Montag bei der Rückkehr vom gewonnen fünften Finalspiel in Mannheim dem rbb. Er wolle die Woche nun nutzen, um noch so viel Quality-Time wie möglich mit der Mannschaft zu verbringen.
“Das nächste Kapitel wird eine große Herausforderung, aber nichts wird Berlin jemals ersetzen können”, so Aubin. In seiner aktiven Zeit spielte er unter anderem für Genève-Servette HC und Fribourg-Gottéron. Auch als Trainer arbeitete er bereits in der Schweiz, wurde 2019 bei den ZSC Lions aus Zürich allerdings entlassen.
“Er ist einer der besten und erfolgreichsten Trainer der Eisbären-Geschichte”, würdigte Eisbären-Geschäftsführer Stéphane Richer den scheidenden Coach. Aufgrund seiner Verdienste um die Eisbären hätte man sich dazu entschieden, dem Wechselwunsch Aubins nachzukommen. “Wir werden die neue Situation nun in Ruhe analysieren. Wir haben ein sehr gutes Trainerteam und werden den passenden Head Coach für die Eisbären finden“, so Richer.
Auch Noebels verkündet Abschied
Auch Nationalspieler Marcel Noebels wird die Eisbären nach zwölf Jahren verlassen. Nach dem Gewinn seiner fünften Meisterschaft hatte er sich mit emotionalen Worten aus der Hauptstadt verabschiedet. “Für mich ist die Finalserie sehr emotional. Klar, ich wusste im Endeffekt, dass das letzte Spiel kommen wird. Nichtsdestotrotz glaube ich, hätte es für mich keinen besseren Abschied geben können”, sagte Noebels am Sonntag.
Ursprünglich habe er geplant, seine Karriere in Berlin zu beenden. “Ich wäre natürlich gerne noch viele, viele weitere Jahre hiergeblieben. Aber manchmal gibt es im Leben Sachen, die sich ändern, oder Sachen, die man nicht einplant. Aber wenn eine Tür zugeht, dann geht eine andere auf.” Die Eisbären äußerten sich bislang nicht zum Abschied Noebels.
Weg soll nach Köln führen
Medienberichten zufolge soll sich der Stürmer, der im entscheidenden fünften Spiel beim 4:1 in Mannheim zwei Treffer vorbereitete, den Kölner Haien anschließen. Trotz des Wehmuts zog er ein klares Fazit: “Ich würde es wieder so machen.”
Der Abschied falle ihm aber schwer, gestand der 34-jährige Vize-Weltmeister von 2023. “Es ist traurig, weil ich gute Freunde verliere beziehungsweise Teamkameraden”, sagte Noebels, der nun die Gespräche mit Bundestrainer Harold Kreis aufnehmen und über eine Teilnahme an der WM in der Schweiz entscheiden möchte.
Sendung: rbb24 Inforadio, 04.05.2026, 15:15 Uhr
Audio: rbb24 Inforadio, 04.05.2026, Jens-Christian Gussmann
Quelle:
www.sportschau.de



