Bei den Missionen zur Internationalen Raumstation arbeiten Moskau und Washington noch eng zusammen – trotz Differenzen wegen des Ukraine-Kriegs. Erstmals seit Jahren war nun sogar ein NASA-Chef bei einem Raketenstart in Baikonur dabei.
Der NASA-Astronaut Anil Menon und die russischen Kosmonauten Pjotr Dubrow und Anna Kikina haben gemeinsam die Internationale Raumstation ISS erreicht. Nach einem Start vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan dockten sie drei Stunden später an der Raumstation an, wo sie acht Monate bleiben sollen.
NASA-Chef bei Raketenstart dabei
NASA-Chef Jared Isaacman war beim Start in Kasachstan dabei. Er war der erste Chef der US-Weltraumbehörde in Baikonur seit acht Jahren. Trotz des Krieges in der Ukraine und der Spannungen, die dieser zwischen Moskau und Washington hervorgerufen hat, arbeiten die beiden Staaten in der Raumfahrt noch zusammen.
“Die in den vergangenen Monaten geleistete Teamarbeit spiegelt die Professionalität und das Engagement aller Beteiligten wider”, hatte Isaacman bei einem Treffen mit der Besatzung gesagt und dabei Roskosmos gedankt. Vor dem Start traf sich der NASA-Chef zudem mit dem Leiter von Roskosmos, Dmitri Bakanow.
Internationale ISS-Besatzung
Für den US-Amerikaner Menon ist es der erste Flug ins All, für die Russen Dubrow und Kikina der zweite. Die drei schließen sich an Bord der ISS den NASA-Astronauten Jessica Meir, Jack Hathaway und Chris Williams, der Französin Sophie Adenot und den Kosmonauten Sergej Kud-Swertschkow, Sergej Mikajew und Andrej Fedjajew an.
Neue Zusammenarbeit zwischen Russland und China
Während Russland und die USA auf der ISS und beim Transport von Astronauten dorthin zusammenarbeiten, sind Pläne für eine umfassendere Zusammenarbeit, darunter eine mögliche Beteiligung Russlands am Artemis-Programm der Nasa zur Mondforschung, gescheitert.
Da Russland angesichts westlicher Sanktionen bei seinen Energieexporten und dem Import von Schlüsseltechnologien zunehmend auf China angewiesen ist, arbeitet Roskosmos bei einer geplanten Mondmission mit China zusammen.
Quelle:
www.tagesschau.de



