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GesellschaftZahl der Erdbebenopfer in Venezuela steigt auf mehr als 6.000

Zahl der Erdbebenopfer in Venezuela steigt auf mehr als 6.000

Stand: 04.08.2026 • 11:13 Uhr

Die Lage in Venezuela ist nach den Erdbeben Ende Juni weiterhin verheerend. Neusten offiziellen Angaben zufolge sind mehr als 6.000 Menschen getötet worden. Gleichzeitig werden aber noch Tausende vermisst.

Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Doppelerdbeben in Venezuela ist nach mehr als fünf Wochen auf mehr als 6.000 gestiegen. Bislang sind offiziellen Angaben zufolge mehr als 6.125 getötete Menschen registriert worden. Es wird jedoch mit vielen weiteren Opfern gerechnet, denn noch sind längst nicht alle Trümmer beseitigt worden.

Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, wurden bislang 346.000 Tonnen Trümmer weggeräumt. Dies entspricht rund 16,5 Prozent der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) auf 2,1 Millionen Tonnen geschätzten Gesamtmenge, die durch die Erdbeben entstanden ist. Mehr als 800 Gebäude wurden Regierungsangaben zufolge beschädigt oder stürzten vollständig ein.

Tausende noch vermisst

Eine offizielle Vermisstenzahl liegt nicht vor, jedoch werden inoffiziellen Angaben zufolge noch Tausende Menschen vermisst. Laut der Website Desaparecidos Terremoto Venezuela (Vermisste Erdbeben Venezuela) suchen Angehörige oder Bekannte nach mehr als 29.500 Menschen. Das Portal Venezuela Te Busca (Venezuela sucht Dich) gibt die Zahl der gesuchten Menschen mit knapp 17.800 an.

Die Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschütterten Venezuela am 24. Juni im Abstand von nur 39 Sekunden. Nach Schätzungen der Weltbank verursachten sie unmittelbare Sachschäden in Höhe von fast 20 Milliarden US-Dollar. Fast die Hälfte der Schäden entfiel demnach auf Wohngebäude. Besonders betroffen waren der Bundesstaat La Guaira und der Hauptstadtdistrikt Caracas.


Quelle:

www.tagesschau.de