Hayao Miyazakis fantastisches Anime um die Abenteuer eines Mädchens in der Sphäre der Shinto-Götter, Geister und Dämonen ebnete in den frühen 2000er-Jahren der japanischen Animationskunst den Weg zur Anerkennung auch im Westen. Nun kann man den Klassiker zum 25-jährigen Jubiläum wieder auf der großen Leinwand erleben.
Als „Chihiros Reise ins Zauberland“ 2002 den „Goldenen Bären“ der Berlinale errang, war das eine Sensation: Hayao Miyazakis überbordend fantasievolles Werk über die Abenteuer eines zehnjährigen Mädchens, das in die Sphäre der Shinto-Götter, Geister und Dämonen gerät, war der erste Animefilm überhaupt, der bei einem der drei großen, westlichen Filmfestivals in Cannes, Berlin und Venedig mit dem Hauptpreis bedacht wurde. Der Erfolg hier und auch bei der „Oscar“-Verleihung, wo „Chihiro“ 2003 als bester Animationsfilm triumphierte, sorgte dafür, dass die japanische Animationskunst endlich auch hierzulande größere Aufmerksamkeit und Anerkennung fand.
Ein Vierteljahrhundert nach seiner Entstehung im Jahr 2001 kommt der Meilenstein nun zurück in die deutschen Kinos: Ab dem 18. August 2026 bietet der Verleih Wild Bunch die Chance, den Film auf der großen Leinwand neu oder wieder zu entdecken. Und das lohnt sich sowohl für alte als auch für junge Zuschauer:innen. „Über zwei Stunden eröffnet sich ein atemberaubender Kosmos, der in einer Mischung aus Achterbahn- und Geisterbahnfahrt die kognitiven und emotionalen Bereiche der Wahrnehmung gleichermaßen in Beschlag nimmt und zu einem absoluten Erleben bewegt“, schrieb Jörg Gerle in der filmdienst-Kritik zur deutschen Erstaufführung. Erzählerisch festgemacht wird das an den Herausforderungen, die die jugendliche Titelheldin Chihiro bewältigen muss, als sie und ihre Eltern unwissentlich aus ihrer normalen Realität in die Welt der Shinto-Götter gelangen und ihre Eltern einer Verzauberung zum Opfer fallen. Um sie zu retten, beginnt Chihiro im kuriosen, von allerlei magischen Wesen besuchten Badehaus einer mächtigen Hexe zu arbeiten und nach einem Weg zu suchen, den Zauber zu brechen. Ein episches Abenteuer, das auch 25 Jahre nach seiner Entstehung noch die Fantasie beflügelt.
Quelle:
www.filmdienst.de



