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SportKlose und der X-Faktor Zoma

Klose und der X-Faktor Zoma


Teamcheck

Stand: 07.08.2026 • 08:02 Uhr

Der 1. FC Nürnberg geht optimistisch in die neue Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. Nicht wenige trauen Trainer Miroslav Klose und seiner Mannschaft sogar den Aufstiegskampf zu. Viel wird wohl auch vom Verbleib von Mohamed Ali Zoma abhängen.

Vor dem Saisonstart in die 2. Fußball-Bundesliga ist die Euphorie mal wieder groß im Umfeld des 1. FC Nürnberg, das genauso schnell in der Vergangenheit oft in grenzenlose Tristesse verfallen ist. Hoffnung machen die Leistungen in der Vorbereitung und die bisherigen Transfers. Wo kann der Club am Ende landen?

1. FC Nürnberg ändert Vorgehen am Transfermarkt

In diesem Sommer wollten sie vor allem aus den Fehlern der letzten Saison lernen. Damals bestritt Trainer Miroslav Klose mit einem Kader die Vorbereitung, der mit jenem in der Saison nur noch marginale Gemeinsamkeiten hatte. Entsprechend erfolglos war der Saisonstart und Kloses Trainerjob schon früh in Gefahr. Vor der neuen Saison hat der Club nun wieder einige Abgänge hinnehmen müssen – besonders schmerzt der Verlust der gesamten Viererkette, die sich in der Rückrunde zu einer der besten Defensiven der Liga entwickelte. Und doch konnte Klose auch einige Neuzugänge begrüßen.

Das Innenverteidigerzentrum ist mit Fynn Otto (Verl) und Alexios Kalogeropoulos (Olympiakos Piräus) neu besetzt, wobei der Grieche noch einige Nachlässigkeiten im Spielaufbau zeigt. Rechts hinten scheint Eigengewächs Tim Janisch das Duell mit Neuzugang Giannis Masouras (Omnia Nikosia) gewonnen zu haben, auf der Gegenseite sah es zunächst aus, als setze Klose auf Eric Porstner aus dem eigenen Nachwuchs. Nun ist aber Andrea Ceresoli von Atalanta Bergamo noch auf Leihbasis zur Mannschaft gestoßen.

Offensive Entwicklung dank 4-3-3-System

Die defensive Abstimmung scheint noch etwas Feinjustierung zu benötigen. Das hat die Vorbereitung gezeigt, in der die Nürnberger nur gegen den Bayernligisten TSV Kornburg (10:0) ohne Gegentreffer blieb. Dafür scheint der Club offensiv deutlich bessere Lösungen zu finden. Klose setzt auf ein 4-3-3-System mit Mohamed Ali Zoma und Rayan Ghrieb auf den Flügeln. Die Neuverpflichtung aus Magdeburg verletzte sich im Trainingslager aber am Oberschenkel und verpasste so auch die Generalprobe gegen Real Oviedo am Samstag (2:1).

Gegen die Spanier musste Julian Justvan auf dem rechten Flügel ran, dürfte ansonsten aber hinter der Spitze auflaufen. Die Position bekleidete am Samstag Finn Becker, den Klose in der vorigen Saison aber auch schon im Wechsel mit Justvan auf rechts agieren ließ. In der Vorbereitung war das einzige Manko die Chancenverwertung, aber anders als in der letzten Saison, als der Club erst im Saisonfinale den Offensivmotor zum Laufen bekam, erarbeitete sich Kloses Mannschaft in den Testspielen Chance um Chance.

Stürmer Scobel blüht auf – Zoma wird zum X-Faktor

Auch wenn die Ausbeute noch nicht vollends zufriedenstellend war, meldete sich Piet Scobel wieder zurück. Der Angreifer, der bei seinem Debüt in der Rückrunde gegen Elversberg doppelt und danach gar nicht mehr getroffen hatte, steuerte in der Vorbereitung vier Tore bei und dürfte beim Auftakt gegen Dresden am Sonntag gesetzt sein. Auch Mohamed Ali Zoma präsentierte sich gewohnt treffsicher. Die eigentliche Nachricht ist aber, dass Zoma noch das rot-schwarze Trikot trägt. Nach seinen 14 Treffern in der Vorsaison und einem Marktwert von 8 Millionen Euro weckt der Italiener Begehrlichkeiten.

Viele Clubfans knüpfen das Saisonziel an den Verbleib Zomas. “Er ist enorm wichtig”, sagt Justvan im Interview mit BR24Sport, “die Qualität, die er auf den Platz bringt, tut uns enorm gut”. Zoma sei eine “Riesenwaffe”.

Haben Klose und der FCN das Zeug zum Aufstieg?

Der pfeilschnelle Stürmer hebt die Qualität des Clubs auf ein neues Level. Kann es mit ihm zum Aufstieg reichen? Auf dem Papier kann man die Nürnberger in der aktuellen Besetzung sicher zum erweiterten Kreis der Aufstiegsanwärter zählen. Hinter dem finanzstarken VfL Wolfsburg ist das Rennen relativ offen. Entscheidend wird auch sein, ob der Club – wie im vergangenen Jahr bei Caspar Jander – wieder so spät Qualität verliert.

In der Mannschaft, so hört man, ist der Glaube jedenfalls da, in diesem Jahr angreifen zu können – und manch einer hat das Ziel Aufstieg bereits öffentlich aufgerufen. Wie in jeder Saison würde ein gelungener Saisonstart sicherlich begünstigende Wirkung haben.

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Quelle:

www.sportschau.de