Sneaker-Überraschung: Adidas verpasst dem Samba ein Sommer-Update – und lässt die Ferse weg
Als die Welt vor etwa zwei Jahren kollektiv beschloss, dass der Adidas Samba durchgespielt ist, habe ich mich nie wirklich von ihm getrennt. Überbewertet? Vielleicht. Überall? Ganz sicher. Aber er ist nach wie vor einer dieser Sneaker, die einfach funktionieren: clean, unaufdringlich und zu fast allem tragbar. Ich habe meine weiterhin regelmäßig angezogen, auch als andere längst weitergezogen waren.
Das liegt sicher auch an seiner Geschichte. Der Samba wurde in den späten 1940er-Jahren ursprünglich als Trainingsschuh für Fußball auf gefrorenen Plätzen entwickelt. Seitdem hat er sich Schritt für Schritt vom reinen Sportschuh über verschiedene Subkulturen hinweg zu einem festen Bestandteil des Alltags entwickelt.
Adidas Samba Crew White: So anders sieht die Sommer-Edition aus
Jetzt, nach seinem großen Comeback – nicht zuletzt befeuert durch prominente Träger wie Harry Styles – geht Adidas den nächsten Schritt und interpretiert den Klassiker neu. Der Samba Mule aus der Sommerkollektion 2026 nimmt die ikonische Silhouette und verändert sie radikal: Statt klassischem Wildleder kommt ein gewebtes “Crew White”-Obermaterial zum Einsatz, und die Ferse wird einfach weggelassen. Die typische T-förmige Zehenkappe bleibt, ebenso die drei Streifen und die Gummisohle – aber das Ganze wirkt jetzt eher wie ein Slipper als ein klassischer Sneaker.
Und ja, ich verstehe den Ansatz. Der Sommer ist heiß, man will etwas Leichtes, Luftiges, das man schnell an- und ausziehen kann. Trotzdem hat der Samba Mule für mich etwas leicht Befremdliches. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Mules – im Gegenteil, ich war selbst der Meinung, dass Sneaker-Mules bald im Trend liegen würden. Aber dieses Modell wirkt auf mich noch etwas… unfertig. Vielleicht ist es genau dieses abgeschnittene Design, das irritiert.
Quelle:
www.gq-magazin.de


