Die Komoren haben erstmals eine Welterbestätte. Das UNESCO-Welterbekomitee stimmte bei seiner Sitzung in Busan in Südkorea der Aufnahme von sechs historischen Städten, die ab dem 11. Jahrhundert auf dem ostafrikanischen Inselstaat erbaut wurden, in die Welterbeliste zu.
Auf den Komoren entwickelten sich die neuen Welterbe-Orte zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert zu Stadtstaaten und wurden zu wichtigen Zentren der Sultanate. Laut UNESCO zeugen sie von insularen Stadtformen und architektonischen Ausdrucksweisen, aber auch von Austauschprozessen – Handel wie Migration.
Ebenfalls neu in der Welterbeliste ist der Nationalpark Okefenokee National Wildlife Refuge im Bundesstaat Georgia in den USA und das Aqaba Marine Reserve in Jordanien. Bei beiden handelt es sich um Naturdenkmäler.
Das gilt auf für die Steilküsten am Limfjord in Dänemark. Als Besonderheit dort gelten ihre bis zu 56 Millionen Jahre alten Fossilien.
Eine einzige Nominierung aus Deutschland
Zuvor waren bereits weitere Orte von außergewöhnlichem universellen Wert aufgenommen worden, darunter in China die Stätten der handwerklichen Porzellanindustrie von Jingdezhen.
Am Sonntag wird unter anderem über Nominierungen aus Frankreich beraten. Ob die Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin, die einzige Nominierung aus Deutschland, künftig Welterbe ist, wird sich laut aktuellem Zeitplan erst am Montag entscheiden. Mit der Aufnahme soll die seit 2008 bestehende Welterbestätte “Siedlungen der Berliner Moderne” erweitert werden.
Aktuell gibt es über 1250 Welterbestätten in 171 Ländern. Unterschieden wird in Kultur- und Naturdenkmäler. Auch gibt es gemischte Orte. Welterbestätten haben einen außergewöhnlichen universellen Wert und müssen von der internationalen Staatengemeinschaft geschützt werden.
pg/AR (kna, afp, ap, UNESCO)
Quelle:
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