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GesundheitNews kompakt: EU-Badegewässer offenbar doch stärker belastet

News kompakt: EU-Badegewässer offenbar doch stärker belastet

Ein Medienbericht zieht die Angaben der Europäischen Umweltagentur EEA zur Badewasserqualität in Flüssen, Seen und Meeren in Zweifel. Nach Recherchen des Portals “Correctiv” basieren die Bewertungen der EEA lediglich auf Messungen von zwei Fäkalbakterien-Arten.

Andere Erreger und dutzende chemische Schadstoffe würden dagegen überhaupt nicht berücksichtigt, obwohl der EU-Behörde auch diese Werte für Badegewässer vorlägen. In einem Bericht hatte die EEA Europas Badegewässern überwiegend eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt.

Armenien bekommt weitere Hilfe von der EU

Die Europäische Union hat Armenien finanzielle Unterstützung und Handelserleichterungen auf seinem pro-westlichen Weg zugesagt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wies bei einem Besuch in der armenischen Hauptstadt Eriwan darauf hin, dass die Kaukasusrepublik nach wie vor “erheblichem wirtschaftlichem Druck” aus Russland ausgesetzt sei. Von der Leyen kündigte zusätzliche Finanzhilfen der EU von 80 Millionen Euro an, damit Armenien seinen Handel “stärken und diversifizieren” könne.

Armenien Jerewan 2026 | Ursula von der Leyen und Nikol Paschinjan strahlen um die Wette (02.07.2026)
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Armeniens Regierungschef Paschinjan in Eriwan (am Donnerstag)Bild: Hayk Baghdasaryan/Photolure/REUTERS

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan will den ehemals traditionell eng mit Russland verbundenen Kaukasusstaat an die EU annähern. Russland reagiert zunehmend verärgert auf den pro-westlichen Kurs des Landes. Kürzlich erließ die Regierung in Moskau gegen Armenien Einfuhrverbote und Handelsbeschränkungen für eine Reihe von Produkten. Dazu zählen Obst, Gemüse, Blumen und Getränke. Als Grund wurden nicht näher erläuterte hygienische Bedenken angegeben. “Wenn der Druck auf unsere Partner steigt, springt die Europäische Union ein”, sagte die EU-Kommissionspräsidentin in Eriwan.

Zwangsadoptionen: Starmer bittet um Verzeihung

Großbritanniens Regierungschef Keir Starmer hat die jahrzehntelangen Zwangsadoptionen in England und Wales als “Schandfleck” der britischen Geschichte verurteilt. Vor dem Parlament in London bat der Premier stellvertretend für den Staat erstmals um Verzeihung bei den betroffenen Müttern und Kindern. Der Staat trage die Verantwortung, weil er diese Praktiken ermöglicht habe, so Starmer. Es habe sich nicht um Einzelfälle oder Versehen gehandelt.

Großbritannien London 2026 | Keir Starmer trifft zwei von Zwangsadoptionen betroffene Frauen in der Downing Street (02.07.2026)
Premier Starmer mit von Zwangsadoptionen Betroffenen in der Downing Street (am Donnerstag)Bild: Isabel Infantes/PA Images/picture alliance

Laut einer Untersuchung waren zwischen 1949 und 1976 etwa 185.000 Kinder betroffen. Unverheiratete Mütter, darunter viele Teenager, waren in den Landesteilen England und Wales unter Druck gesetzt worden, ihre Neugeborenen zur Adoption freizugeben. Kinder seien in dem Glauben aufgewachsen, nicht gewollt zu sein – Müttern sei gesagt worden, sie seien unmoralisch, machte Starmer deutlich. Der britische Premier bezeichnete dies als “systematisches Versagen”.

US-Präsident Trump teilt wieder gegen NATO-Partner aus

Wenige Tage vor dem NATO-Gipfel in Ankara hat US-Präsident Donald Trump die Unterstützung der Vereinigten Staaten für das Militärbündnis erneut infrage gestellt. Es wäre “lächerlich”, die “einseitige” Beziehung zu den Alliierten fortzusetzen, verkündete Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Darunter veröffentlichte er eine Grafik, in der die hohen Verteidigungsausgaben der USA den niedrigeren Wehretats europäischer Länder gegenübergestellt werden, deren Bevölkerungszahl aber auch viel geringer ist.

Das Verhältnis zwischen der Trump-Administration und Mitgliedern der NATO ist seit längerem angespannt. Der US-Präsident hat die europäischen Partnerländer immer wieder dazu gedrängt, mehr Verantwortung für ihre eigene Verteidigung zu übernehmen. Er kritisiert zudem Länder wie Italien und Deutschland dafür, die USA im Iran-Krieg nicht ausreichend unterstützt zu haben. Trump drohte wiederholt damit, NATO-Alliierte im Ernstfall nicht zu verteidigen.

Millionen Nigerianer müssen hungern

Gewalt und fehlende Gelder haben die Hungerkrise im Norden Nigerias nach Angaben der Vereinten Nationen weiter verschärft. Mehr als 17 Millionen Menschen in dem westafrikanischen Land litten unter schwerem Hunger, teilte das Welternährungsprogramm der UN (WFP) in Nigerias Hauptstadt Abuja mit. Ein Brennpunkt sei der Bundesstaat Borno, wo mehr als drei Millionen Menschen hungerten.

Nach Angaben der WFP-Regionaldirektorin für West- und Zentralafrika, Kinday Samba, breiten sich Angriffe von Rebellen und die Gewalt weiter aus. Im Nordosten Nigerias terrorisiert vor allem die islamistische Miliz Boko Haram die Bevölkerung. Samba wies zudem darauf hin, dass viele westliche Länder ihre Zahlungen für humanitäre Hilfe erheblich reduziert hätten. Dies schränke die Unterstützung ein, so die WFP-Expertin.

Bundestrainer Nagelsmann tritt offenbar zurück

Nach dem frühzeitigen Aus für das deutsche Team bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Nordamerika gibt es offenbar einen Wechsel an der Spitze. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird Bundestrainer Julian Nagelsmann in Kürze seinen Rücktritt erklären. Der 38-Jährige soll nach einer Krisensitzung beim Deutschen Fußball-Bund am Donnerstag zu dieser Entscheidung gekommen sein. Das melden der Sender Sky und die Bild-Zeitung.

Fußball-WM 2026 | Sechzehntelfinale | Deutschland vs. Paraguay | Julian Nagelsmann blickt enttäuscht
Deutscher Nationaltrainer Nagelsmann nach dem WM-Aus in Boston (am Montag)Bild: Markus Ulmer/Ulmer/Teamfoto/IMAGO

Nagelsmann war mit dem DFB-Team am Montag im WM-Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert. Unmittelbar nach dem Ausscheiden hatte er einen Rücktritt noch ausgeschlossen. Bei dem Treffen in Frankfurt am Main soll ihm die DFB-Spitze aber diesen Schritt nahegelegt haben. Einen Nachfolger gibt es demnach noch nicht. Als Top-Kandidat gilt der frühere Dortmunder und Liverpooler Meistertrainer Jürgen Klopp.

AR/se/gri (dpa, afp, rtr, ap, epd, Correctiv)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert


Quelle:

www.dw.com

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