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GesundheitNews kompakt: Russland fliegt heftige Angriffe auf Kyjiw

News kompakt: Russland fliegt heftige Angriffe auf Kyjiw

In der Ukraine sind mehrere Städte Ziel einer außergewöhnlich heftigen Angriffswelle mit russischen Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern geworden. Vor allem aus der Hauptstadt Kyjiw wurden am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag Explosionen gemeldet. Einige Wohnhäuser dort seien komplett zerstört worden, berichtete das Nachrichtenportal “The Kyiv Independent”. Es sprach von einer der heftigsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn.

Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Einwohner auf, in Schutzräume zu gehen und vorerst dort zu bleiben. Viele fanden auch in U-Bahn-Stationen Zuflucht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Mittwoch ausdrücklich vor einem neuen Großangriff auf die Ukraine gewarnt. Er berief sich dabei auf Geheimdienstinformationen.

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage im Fall Nord Stream

Knapp vier Jahre nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines ist in Deutschland der mutmaßliche Anführer des Sabotageteams angeklagt worden. Das bestätigten die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe und die Berliner Anwaltskanzlei, die die Verteidigung des beschuldigten Ukrainers übernommen hat.

Gas steigt aus dem Leck in der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auf
Gas steigt aus dem Leck in der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auf (27.09.2022)Bild: Swedish Coast Guard/Getty Images

Bei den Anschlägen im September 2022 waren die Leitungen, die für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden waren, durch Sprengsätze am Grund der Ostsee schwer beschädigt worden. Russland hatte die Gaslieferungen über Nord Stream 1 bereits kurz zuvor gestoppt, mutmaßlich als Reaktion auf westliche Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs. Nord Stream 2 ging nie in Betrieb.

Der Ukrainer, der die Tat bestreitet, wurde im August 2025 im Urlaub in Italien gefasst und später nach Deutschland ausgeliefert. Er sitzt in Hamburg in Untersuchungshaft.

Venezuela ordnet Staatstrauer für Erdbebenopfer an

Eine Woche nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela hat Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen. Die Seele ihres Landes sei durch die menschlichen Verluste “zerrissen”, erklärte Rodríguez. Nach offizieller Darstellung wurden bisher rund 2300 Todesopfer registriert. Allerdings gelten noch Zehntausende Menschen als vermisst. Die meisten von ihnen hielten sich in der Küstenstadt La Guaira auf, die am stärksten zerstört wurde.

Eingestürzte Gebäude in Playa Grande, La Guaira (01.07.2026)
Eingestürzte Gebäude in Playa Grande, La Guaira (am Mittwoch)Bild: Diko Betancourt/Anadolu/picture alliance

Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) warnte vor einer Verschärfung der medizinischen Notlage in dem südamerikanischen Land. Wegen überlasteter Krankenhäuser, beschädigter Wasser- und Sanitärsysteme sowie unterbrochener Impfprogramme steige das Risiko von Krankheitsausbrüchen, unterstrich die PAHO.

Zahl der Ärmelkanal-Migranten geht erheblich zurück

Die Zahl der Migranten, die Großbritannien über den Ärmelkanal erreichen, ist stark rückläufig. Nach aktuellen Daten des Innenministeriums in London wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres knapp 11.900 Menschen gezählt. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch fast 20.000.

Die derzeitige Labour-Regierung unter dem scheidenden Premier Keir Starmer hatte die Einwanderungs- und Asylpolitik des Vereinigten Königreichs erheblich verschärft. Damit reagierte Starmer auch auf steigende Umfragewerte der rechtspopulistischen Partei Reform UK.

Schleuser helfen Migranten beim Besteigen eines Bootes (04.03.2026)
Schleuser helfen Migranten beim Besteigen eines Bootes am Ärmelkanal (im März)Bild: Sameer Al-Doumy/AFP

Im April hatten Großbritannien und Frankreich eine Neuauflage ihres Abkommens zur Bekämpfung der Migration über den Ärmelkanal vereinbart. Die meisten Boote mit Menschen, die im Vereinigten Königreich ein besseres Leben beginnen wollen, starten an der nordfranzösischen Küste. Regelmäßig endet die gefährliche Überfahrt nach England für Migranten tödlich.

Arbeitsmarkt-Studie fordert bessere Zuwanderer-Integration

Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert einer neuen Studie zufolge von Migration, könnte dabei aber weitere Potenziale heben. Eine bessere Arbeitsmarkt-Integration von Zugewanderten mindere nicht nur den Fachkräftemangel, sondern erhöhe auch die Steuereinnahmen, so die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh. Qualifizierte Ausländer würden “zu oft” lediglich als Helfer eingesetzt.

Eine Reinigungskraft bei der Arbeit (2023)
In der Gebäudereinigung sind besonders viele Zugewanderte tätig (Archivbild) Bild: Frank Hoermann/SvenSimon/picture alliance

Viele Branchen in der Bundesrepublik sind laut Studie bereits jetzt auf Zugewanderte angewiesen. So habe fast die Hälfte der Beschäftigten in Reinigungsberufen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Bei der Lebensmittelherstellung seien es rund 44 Prozent und in der Tourismus- und Gastronomiebranche 36 Prozent. “Wer den Wohlstand unserer Gesellschaft bewahren will, muss die Integration von Zugewanderten verbessern”, mahnte der Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann-Stiftung, Tobias Ortmann.

Trump nutzt erstmals die neue “Air Force One”

US-Präsident Donald Trump ist erstmals mit der neuen Präsidentenmaschine Air Force One geflogen – einem umstrittenen Geschenk des Emirats Katar. Die USA sollten “sehr stolz darauf sein”, das Flugzeug sei “wunderschön”, sagte Trump vor dem Jungfernflug in den Bundesstaat North Dakota.

Donald Trump spricht mit Reportern vor der neuen "Air Force One"
Donald Trump im Gespräch mit Reportern vor dem JungernflugBild: Julia Demaree Nikhinson/AP Photo/dpa/picture alliance

Die oppositionellen Demokraten sprechen von “Bestechung”, aber auch von Trump-Anhängern kam Kritik. Die Luxus-Boeing 747 habe die US-Steuerzahler “ziemlich wenig” gekostet, entgegnete Trump. Sie hätten lediglich die sicherheitstechnische Aufrüstung “auf präsidiales Niveau” bezahlt, sagte er, ohne eine Summe zu nennen.

Trump hatte das Flugzeug zuvor als “fliegendes Weißes Haus” bezeichnet und als “das luxuriöseste Flugzeug der Welt”. Die Boeing soll vorübergehend die beiden veralteten Präsidentenmaschinen der Air-Force-One-Flotte ersetzen, bis ein neuer Flieger zur Verfügung steht.

wa/haz/AR (dpa, afp, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.


Quelle:

www.dw.com