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GesundheitTrump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken

Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken

Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, “es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln”, sagte US-Präsident Donald Trump in einem Interview des US-Senders Fox News. Zugleich kündigte er weitere Angriffe in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, “bis ich sage, dass es genug ist”.

Trump hatte Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der US-Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus zu öffnen.

Derweil griff die US-Armee wieder Ziele in Iran an. Das iranische Militär attackierte im Gegenzug erneut die mit den Vereinigten Staaten verbündeten Golfstaaten Kuwait, Jordanien und Bahrain.

Oman Musandam 2026 | Schiffe in der Straße von Hormus
In der Straße von Hormus sitzen wegen des Konflikts zahlreiche Schiffe fest, hier von Oman aus gesehenBild: REUTERS

Die neuerlichen Luftangriffe sollten “die iranischen Fähigkeiten weiter schwächen, die für Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden”, erklärte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM. Nach iranischen Behördenangaben wurde unter anderem die Stadt Buschehr getroffen, in der sich das einzige aktive Atomkraftwerk des Landes befindet. Zudem wurden laut der iranischen Armee bei einem Angriff im Südosten sieben Militärangehörige getötet. Am Mittwochnachmittag verkündee CENTCOM, die jüngste “90-minütige Angriffswelle” sei abgeschlossen.

USA blockieren iranische Seehäfen

Wie zuvor angekündigt, nahm das amerikanische Militär auch die Blockade iranischer Seehäfen wieder auf. Diese war im Zuge des Mitte Juni zwischen beiden Seiten geschlossenen Rahmenabkommens ausgesetzt worden. Dagegen rückte Präsident Trump von seinem am Vortag verkündeten Vorhaben, für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus eine Maut in Höhe von 20 Prozent des Frachtwerts zu erheben, wieder ab. Stattdessen schweben ihm nun Handels- und Investitionsabkommen mit Golfstaaten vor. 

Iran hat zuletzt wiederholt bekräftigt, ⁠die Kontrolle über die Straße von Hormus behalten zu wollen. Erst vor einigen Tagen erklärte die Führung in Teheran die strategisch wichtige Meerenge erneut für gesperrt. Inzwischen drohten die Revolutionsgarden mit der Schließung weiterer wichtiger Schifffahrtswege, um die USA und ihre Verbündeten unter Druck zu setzen. “Die regionalen Energieexporte werden entweder von allen geteilt oder allen verwehrt”, erklärte die Eliteeinheit über die amtliche Nachrichtenagentur Irna.

Neue Sanktionen gegen Teheran

Die USA verstärken ihrerseits den Druck auf Teheran durch die Ausweitung von Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor. Die neuen Strafmaßnahmen zielten insbesondere auf das Netzwerk des iranischen Öl-Magnaten Mohammed Hossein Schamchani ab, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte. Finanzminister Scott Bessent erklärte im Onlinedienst X, sein Ressort habe zudem Vermögenswerte in Höhe von 130 Millionen Dollar (rund 114 Millionen Euro) eingefroren, die “in mehreren digitalen Geldbörsen mit Verbindung zur iranischen Zentralbank” lagerten.

Die USA und Israel hatten den Krieg gegen Iran am 28. Februar gemeinsam begonnen. Mitte Juni einigten sich Washington und Teheran dann im Bemühen um ein Kriegsende auf ein Rahmenabkommen, das Ausgangspunkt für vertiefte Verhandlungen sein sollte. Die Gespräche gerieten jedoch schon vor den jüngsten Angriffen ins Stocken.

gri/se (dpa, rtr, afp)

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Quelle:

www.dw.com