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"Wir bringen den christlichen Glauben mitten in die Stadt" / Pastoralreferentin erklärt die Idee der Pop-up-Kirche in Nürnberg

DOMRADIO.DE: Sie stehen an diesem Freitag mit einer Pop-up-Kirche auf dem Nürnberger Hauptmarkt rund um die Frauenkirche. Was genau ist eine Pop-up-Kirche?

Anja Fischer (Pastoralreferentin im Seelsorgebereich Nürnberg Mitte-Nord-West): Zwei Kolleginnen und ich gehen seit mehreren Monaten regelmäßig auf den Hauptmarkt, direkt neben unsere Frauenkirche. 

Wir bringen den christlichen Glauben und die biblische Botschaft mitten in die Stadt. Dort bieten wir verschiedene Aktionen und Impulse an und stehen vor allem für Gespräche zur Verfügung.

Anja Fischer

“Je nachdem, welche Farbe sie treffen, gibt es einen besonderen Sommersegen.”

DOMRADIO.DE: Sie bieten allen, die vorbeikommen, einen Segen an. Wie sieht so ein Sommersegen aus?

Fischer: Es gibt ganz unterschiedliche Formen. Die Besucherinnen und Besucher können zum Beispiel an einem Glücksrad drehen. Je nachdem, welche Farbe sie treffen, gibt es einen besonderen Sommersegen – etwa einen Seifenblasen-Segen oder einen Glitzer-Segen.

Anja Fischer

“Wir möchten den Menschen zusprechen, dass Gott sie begleitet.” 

DOMRADIO.DE: Und was soll dieser Segen den Menschen mitgeben?

Fischer: Gerade zum Beginn der Sommerferien möchten wir den Menschen zusprechen, dass Gott sie begleitet – in die schönen Momente der kommenden Wochen, aber auch in die schwierigen, falls solche auf sie warten.

DOMRADIO.DE: Welche Vorstellung von Kirche steckt hinter dieser Aktion?

Fischer: Wir möchten eine offene Kirche sein, die sich nicht hinter Kirchenmauern versteckt, sondern zu den Menschen hinausgeht. Uns sind alle willkommen – unabhängig davon, ob jemand katholisch oder evangelisch ist oder einer anderen Religion angehört. Wir wollen Gesicht zeigen, ansprechbar sein und deutlich machen: Kirche ist mitten im Leben.

Das Interview führte Hilde Regeniter.


Quelle:

www.domradio.de