Der „Barrieren-Dialog“ baut auf dem erfolgreichen Pilotprojekt „Achtung Barriere!“ von CORRECTIV.Schweiz und der Hochschule Luzern (HSLU) auf. In Luzern wurden dabei unsichtbare Barrieren sichtbar gemacht und in den öffentlichen Dialog eingebracht: mit einer Kombination aus niederschwelliger Beteiligung, journalistischer Einordnung und hybrider Vermittlung.
Im „Barrieren-Dialog“ wird der Ansatz gezielt weiterentwickelt und strukturell verstetigt. Ziel ist eine in der Gemeindeverwaltung verankerte Wissens- und Dialoginfrastruktur, die Alltagserfahrungen mit verdichteten Mustern verbindet – und daraus eine Grundlage für Dialog und nächste Schritte hin zu einem Abbau von Barrieren aller Art schafft.
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Neben der Gebert Ruef Stiftung fördert die Stadt St. Gallen das Projekt ebenso wie das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB und die Stiftung zur Förderung des behindertengerechten Bauens. Auch der Kanton St. Gallen unterstützt das Vorhaben. Bei der Umsetzung sind Betroffene und Organisationen wie die beko ost von Anfang an beteiligt.
Der Barrien-Dialog gliedert sich konkret in fünf Schritte:
Beteiligung ermöglichen: Menschen mit Behinderungen melden Barrieren niederschwellig auf der barrierefrei ausgebauten Datenplattform „CrowdNewsroom“, unterstützt durch analoge Beteiligungsformate wie Pop-ups, begleitete Spaziergänge und kurze Resonanzsettings.
Verdichten und priorisieren: Meldungen werden qualitätssichernd bearbeitet, typologisiert, kontextualisiert und räumlich verortet, so dass aus Einzelfällen nachvollziehbare Muster und priorisierbare Handlungsfelder entstehen.
Zugänglich vermitteln: Die Ergebnisse werden alltagsnah über eine interaktive Online-Karte sowie über erlebbare mobile, webbasierte Zugänge (Smartphone/Tablet) und immersive Mixed-Reality-Szenarien vermittelt.
Dialog und Ko-Kreation: Betroffene, Behindertenorganisationen, Fachstellen sowie Vertretende aus Verwaltung und Politik bearbeiten Muster und Szenarien in moderierten Dialogformaten, um Handlungsoptionen gemeinsam zu entwickeln, zu prüfen und zu priorisieren.
Verankern und übertragen: Erkenntnisse werden in einem „lebendigen Bericht“ mit Prioritäten, Zuständigkeiten und Begründungslogik gebündelt und als Entscheid- und Lernreferenz nutzbar gemacht.

Quelle:
correctiv.org



