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SportInfantino und Grafström kriechen gemeinsam zu Kreuze

Infantino und Grafström kriechen gemeinsam zu Kreuze

Stand: 06.08.2026 • 00:25 Uhr

Zumindest seinen Generalsekretär hat FIFA-Präsident Infantino wieder auf Linie gebracht. Nach einem Krisentreffen räumten sie gemeinsam Fehler ein – und warnten Kritiker.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat es offenbar geschafft, auf einem Krisentreffen in Marokko die Wogen innerhalb der FIFA-Führung wieder zu glätten. In einem Brief an die FIFA-Vizepräsidenten und die Council-Mitglieder räumten Infantino und Generalsekretär Mattias Grafström am Mittwochabend Fehler im Zusammenhang mit dem geplatzten Investorendeal ein und gelobten Besserung. Das Schreiben liegt der Sportschau vor.

Zuvor hatte sich Grafström Berichten zufolge in einem internen Schreiben überraschend von Infantino distanziert, ohne ihn namentlich zu nennen. Demnach schrieb der Schwede unter anderem von einer “traurigen und verwerflichen Abfolge von Ereignissen – die glücklicherweise damit endete, dass das FFE-Projekt endgültig aufgegeben wurde”.

Infantino und Grafström bekräftigen gegenseitige Unterstützung

Nun heißt es in dem neuerlichen Schreiben: “Um Zweifel zu beseitigen, bekräftigen der FIFA-Generalsekretär und die anwesenden Vorstandsmitglieder ihre volle Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino als einzigen Amtsträger, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählt worden ist.” Im Gegenzug bekräftige Infantino seine Unterstützung für den Generalsekretär und die FIFA-Verwaltung.

Im Prozess rund um die angedachte Tochterfirma namens FIFA Forward Enterprise (FFE) und den geplanten Verkauf von Anteilen seien Fehler gemacht worden, schrieben Infantino und Grafström. “Es war sicher nicht die Absicht, dem FIFA Council und den FIFA-Mitgliedsorganisationen das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein.”

“Wir entschuldigen uns aufrichtig”

Auch nachdem die Pläne über Presseberichte bekanntgeworden waren, seien Fehler gemacht worden. “Wir entschuldigen uns aufrichtig für diese Fehler und versprechen, dass sie nicht noch einmal passieren werden. Vor diesem Hintergrund werden wir eine erforderliche Überprüfung durchführen und dem FIFA Council wird bei dessen nächster Sitzung ein Bericht präsentiert werden.”

Infantino und Grafström gingen aber auch in die Offensive und warnten Kritiker. Da der Investorendeal vom Tisch sei, werde die FIFA “Attacken auf ihre Integrität, gute Verbandsführung und ordnungsgemäße Verfahren nicht weiter tolerieren und erforderliche Maßnahmen ergreifen, um seinen Namen und Ruf zu schützen und zu wahren”.

Von Rücktritt keine Spur

Infantino hatte bei den Plänen für den Investorendeal offenbar neben dem FIFA-Council auch engste Berater und hochrangige FIFA-Mitarbeiter nicht involviert. Die Kritik war anschließend extern wie intern so groß, dass auch über einen möglichen Rücktritt Infantinos spekuliert wurde. Davon scheint er allerdings weit entfernt zu sein.

Auf Instagram postete Infantino in der Nacht zu Donnerstag ein Foto von sich und Bergström mit hochgestreckten Daumen und schrieb dazu: “Wir sind fest davon überzeugt, dass die Ergebnisse der heutigen Sitzung die Führungsstrukturen der FIFA stärken und dazu beitragen werden, das Vertrauen in die Organisation wiederherzustellen.”


Quelle:

www.sportschau.de