Die USA und der Iran wollen an diesem Montagnachmittag neue Verhandlungen aufnehmen. Das kündigte US-Präsident Donald Trump an. Wo die Gespräche stattfinden und wer daran teilnimmt, blieb zunächst unklar. Aus Teheran gab es zunächst keine Bestätigung. Im Mittelpunkt dürften die Öffnung der Straße von Hormus und Irans Atomprogramm stehen.
Um den Gesprächen eine Chance zu geben, setzte Trump einen geplanten Großangriff auf den Iran vorerst aus. Er sprach von den “Umrissen einer Einigung”, räumte aber ein, dass die Angriffspläne “jederzeit” umgesetzt werden könnten. Andere Staaten der Region bestätigten Trumps Darstellung eines nahenden Abkommens bislang nicht.
Marokko weist Verantwortung für Sturm auf Ceuta zurück
Marokko hat den massenhaften Andrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta mit Falschinformationen im Internet, Schleusern und einem missverstandenen spanischen Gerichtsurteil erklärt. Der Grenzübertritt sei spontan und nicht organisiert gewesen, teilte das Innenministerium in Rabat mit.
Zugleich wies es Vorwürfe zurück, die Behörden hätten den Ansturm bewusst ermöglicht. Migranten berichteten jedoch, sie seien teils zum Grenzübertritt ermuntert worden. Marokko spricht von rund 40.000 Menschen, die Ceuta erreichen wollten, Spanien von 50.000 bis 60.000. Auch bei den Todeszahlen gibt es große Unterschiede: Rabat nennt elf Tote, spanische Behörden mindestens 72.
Erdbeben erschüttert Region um Kairo
Ein Erdbeben hat in der Nacht den Nordosten Ägyptens und die Region um die Hauptstadt Kairo erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS erreichte das Beben eine Stärke von 5,0. Das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam maß eine Stärke von 5,1. Das Epizentrum lag demnach rund 30 Kilometer östlich der am Suez-Kanal gelegenen Stadt Fajed.
Der Erdbebenherd befand sich in einer vergleichsweise geringen Tiefe von zehn Kilometern. Berichte über Verletzte, Todesopfer oder größere Schäden lagen zunächst nicht vor. Im Großraum Kairo leben mehr als 20 Millionen Menschen. Stärkere Erdbeben kommen in Nordafrika vergleichsweise selten vor.
Tote bei Absturz von Löschhubschrauber in Griechenland
Bei der Bekämpfung der Waldbrände in Griechenland sind zwei Löschhubschrauber zusammengestoßen. Nach offiziellen Angaben kamen dabei zwei Menschen ums Leben. Fernsehaufnahmen zeigen die Explosion eines Helikopters, der offenbar nach einer Kollision der Rotoren zu Boden stürzte.
Das Unglück ereignete sich in der Region Psatha westlich von Athen. Die seit Tagen in Griechenland wütenden Brände haben nach Angaben der Behörden schon mehr als 12.000 Hektar Land zerstört. Hunderte Feuerwehrleute waren am Wochenende an verschiedenen Orten gegen die Flammen im Einsatz.
Waldbrände in den USA zwingen Tausende zur Flucht
Heftige Waldbrände haben in und um Spokane im US-Bundesstaat Washington schwere Verwüstungen angerichtet. Mindestens 600 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt, tausende Menschen mussten fliehen. Drei Feuer erfassten bis Sonntagmorgen rund 2200 Hektar. Tote oder Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet, die Behörden schlossen Opfer angesichts des Ausmaßes jedoch nicht aus.
Dichter Rauch lag über der Stadt, Einwohner flohen in langen Autoschlangen. Für mehrere Viertel galt die höchste Evakuierungsstufe. Gouverneur Bob Ferguson rief den Notstand aus. Wegen anhaltender Dürre und starker Winde brannten im gesamten Bundesstaat 15 Feuer. Die Nationalgarde wurde zur Unterstützung mobilisiert.
Britischer Premier bringt schriftliche Verfassung ins Gespräch
Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat sich für die Einführung einer schriftlichen Verfassung für sein Land ausgesprochen. Der seit zwei Wochen amtierende Regierungschef plädierte wörtlich für “eine neue Sammlung klarer Grundsätze darüber, wie das Land regiert werden sollte”.
Großbritannien hat – anders als die meisten Länder – keinen verbindlich geltenden Verfassungstext, sondern stützt sich auf eine ungeschriebene, historisch gewachsene Verfassung. Sie basiert auf Gesetzen, Gerichtsurteilen und Verträgen. – Die Idee einer schriftlich fixierten Verfassung ist relativ neu. Der Labour-Politiker Gordon Brown, der von 2007 bis 2010 Premierminister war, gehörte zu den ersten Befürwortern. Burnham war seinerzeit Minister in Browns Kabinett. Die Idee wurde damals wieder verworfen.
pgr/haz/gri (dpa, afp, rtr, ap)
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Quelle:
www.dw.com



