Gucci verwandelt den Seidenschal aus den Archiven in ein Styling-Objekt der Gegenwart.
Seit knapp einem Jahr prägt Demna Gvasalia als Kreativdirektor die Ästhetik von Gucci. Nach seinem Auftakt mit dem Projekt “La Famiglia”, in dem er das Haus als vielschichtige Charakterwelt inszenierte, richtet sich der Fokus nun auf ein neues Kapitel: “The Art of Silk”. Im Zentrum steht dabei ein zentrales Erbe der Marke – die ikonischen Seidentücher.
Re-Interpretation: Das Gucci-Archiv wird überarbeitet
Dass Seidentücher derzeit ein modisches Comeback erleben, bleibt auch bei Gucci nicht unbeachtet. Statt jedoch neue Motive zu entwerfen, richtet Demna den Blick zurück ins Archiv des Hauses. Zehn ausgewählte Carrés werden neu interpretiert – mit dem Anspruch, den ursprünglichen Charakter der Prints zu bewahren und gleichzeitig in eine zeitgenössische Bildsprache zu überführen.
Das Projekt geht dabei über reine Neuinterpretation hinaus. “The Art of Silk” versteht sich zugleich als Hommage an eine einst florierende Seidenlieferkette und an die handwerklichen Strukturen, die Gucci seit Jahrzehnten prägen. Tradition, Innovation und kulturelles Erbe werden dabei zu einem zusammenhängenden Narrativ verwoben, das die Zukunft italienischer Handwerkskunst mitgestaltet.
Zwischen Archiv und Ikone: Die neu interpretierten Carrés
Die Kollektion umfasst Modelle wie “Your Majesty”, “Giardino di Seta” oder auch “Hard-Wear” – sowie zwei exklusive Neuinterpretationen des ikonischen Flora-Motivs, das seit den 1960er-Jahren zu den unverwechselbaren Signaturen des Hauses zählt. Diese Entwürfe entstanden anlässlich der Eröffnung der David Geffen Galleries im LACMA und schlagen eine Brücke zwischen Mode, Kunst und Institution.
So wird der Gucci-Seidenschal 2026 getragen
Begleitet wird die Kollektion von einer Kampagne, die den Seidenschal als wandelbares Objekt des persönlichen Ausdrucks inszeniert – als tragbare Kunst, die sich stetig neu definiert. So sieht man den “Hard Wear”-Schal als Stirnband getragen, wobei ein Ende des Carrés mit Gucci Equestrian-Print, wie ein klassischer Seidenschal über die Schulter fällt.
Quelle:
www.gq-magazin.de



