Dicke Überraschung in der Schweiz: Aufsteiger Thun sichert sich vorzeitig den Meistertitel und erhält Glückwünsche aus der Bundesliga.
Der FC Thun hat sich den 1. FC Kaiserslautern zum Vorbild genommen und als Aufsteiger sensationell zum Meister gekrönt. Die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli sicherte sich erstmals in der 128-jährigen Vereinsgeschichte den wichtigsten Titel in der Schweiz, weil der FC Sion Schützenhilfe leistete und Thuns ärgsten Konkurrenten St. Gallen am Sonntag 3:0 (1:0) besiegte.
Thun war 2025 nach fünf Jahren Abwesenheit ins Oberhaus zurückgekehrt. Eine Meisterprämie wurde nicht ausgehandelt. “Wir dachten, es wäre schon unverschämt, ein Ziel unter den ersten sechs zu definieren”, sagte Präsident Andres Gerber.
In den vergangenen 22 Jahren hatten der FC Basel, die Young Boys Bern und der FC Zürich die Meisterschaft in der Schweiz unter sich ausgemacht.
Glückwünsche von Urs Fischer
Auch Ex-Trainer Urs Fischer, von 2013 bis 2015 für Thun tätig, gratulierte. “Ist ja Wahnsinn. Ich habe noch wirklich guten Kontakt nach Thun. Fantastisch”, sagte der Trainer von Mainz 05 bei “DAZN”: “An dieser Stelle ganz liebe Grüße nach Thun. Jungs, ihr habt einen fantastischen Job gemacht. Ich glaube, als Aufsteiger Meister zu werden und das auf überzeugende Art, dem gebührt einfach größter Respekt.”
Thun lange mit Negativschlagzeilen
Thun war bislang eher für Negativschlagzeilen bekannt. 2007 etwa waren mehrere Spieler in einen Sexskandal verwickelt, 2016 ging der Klub fast in Konkurs. Seither sammelt der von Fans geführte Verein “Härzbluet” jedes Jahr Spenden, 1,6 Millionen Euro sind es umgerechnet schon.
Kaiserslautern wurde unter Trainer Otto Rehhagel als Bundesliga-Aufsteiger 1998 deutscher Meister.
Quelle:
www.sportschau.de



