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TechnologieAuswärtiges Amt warnt vor IT-Fachkräften aus Nordkorea

Auswärtiges Amt warnt vor IT-Fachkräften aus Nordkorea

Das Auswärtige Amt (AA) warnt gemeinsam mit anderen Staaten vor IT-Fachkräften aus Nordkorea. „Nordkorea stützt sich auf ein Netzwerk qualifizierter IT-Fachkräfte, die innerhalb und außerhalb Nordkoreas eingesetzt werden, um sich falsche Identitäten zu beschaffen und in Remote-Arbeit Einkommen zu erzielen, mit dem die rechtswidrigen Kernwaffen- und Raketenprogramme Nordkoreas finanziert werden“, heißt es in einer Mitteilung.

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„Nordkoreanische IT-Fachkräfte gaben sich als Staatsangehörige anderer Länder aus, um über Online-Plattformen, die private Unternehmen zur Mitarbeitersuche, Beschaffung sowie Beauftragung von Dienstleistungen betreiben, Arbeit und Einkommen zu erhalten“, warnen die Unterzeichner. Zudem bedrohten sie Unternehmen von innen und seien an Datenabfluss sowie dem Diebstahl von Kryptowährungen und sensiblen Informationen beteiligt. Dabei setzten sie immer raffiniertere Methoden ein, auch unter Nutzung von Künstlicher Intelligenz, um ihre Identitäten zu verschleiern und ihre Aktivitäten weltweit auszuweiten.

US-Behörden warnen schon seit Jahren vor dem Problem. Es gibt diverse Fälle, bei denen US-Amerikaner bei der Masche unterstützten, etwa durch Geldwäsche oder den Betrieb von Laptop-Farmen. Die USA sehen hinter dem Vorgehen Nordkoreas eine globale Strategie und haben kürzlich Sanktionen gegen sechs Personen und zwei Organisationen verhängt, die das globale Netzwerk am Laufen halten. Einer der Mittelsmänner operierte aus Spanien. Auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt bewerben sich die Fake-Arbeiter zunehmend. Der Bundesverfassungsschutz warnte deutsche Firmen bereits vor angeblichen IT-Freelancern aus Nordkorea.

„Wir fordern alle Länder, Unternehmen und andere Akteure dringend auf, sich eingehender mit dem nordkoreanischen IT-Fachkräfte-System zu befassen und Maßnahmen zur Bekämpfung der unten aufgeführten Taktiken zu ergreifen“, heißt es in der Erklärung des AA. So sollten Unternehmen, die Online-Plattformen betreiben, ihre Gegenmaßnahmen verstärken, etwa durch die Verbesserung der Identitätsprüfung.

Das Problem bekommt zunehmend internationale Aufmerksamkeit: Der Warnhinweis wurde von Deutschland gemeinsam mit den USA, Japan, Südkorea, Australien, Frankreich, Italien, Kanada, Neuseeland, Großbritannien und den Niederlanden veröffentlicht.

(nen)

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Quelle:

www.heise.de